Barbekanntschaften: The Drunken Monkey

Bernd Winkler und sein Bruder Mike gründeten den wohl außergewöhnlichsten Altstadttresen Augsburgs. Die Bar, die 2015 das Licht der Welt erblickte, legt den Fokus auf eines: extravagantes Bier

Bernd Winkler, der ursprünglich als Industrieelektroniker bei der Firma Osram angestellt war, schmiedete schon während seiner langjährigen Tätigkeit als Barkeeper in der Kantine Pläne für eine eigene Kneipe. Und so erfüllte sich im Herbst 2015 endlich dieser Traum – eine gemütliche Bar gegenüber dem Brecht-Bistro.

Die Gründung selbst war nicht ganz uneigennützig: »Es hat uns einfach nicht mehr gefallen, in Augsburg wegzugehen«, so der 37-Jährige. »Da kam uns schließlich die Idee zu einer urigen Bar mit hohem Gemütlichkeitsfaktor«. Was eignet sich dazu in Bayern besser als gutes Hopfen und Malz? Seit der Eröffnung sind mittlerweile zwei Jahre vergangen. »Wenn auch viele anfänglich Zweifel hatten, ist das Konzept letztlich aufgegangen«, so Winkler. Und so wächst nicht nur die Zahl der Mitarbeiter*innen, sondern auch die Getränkekarte.

Was die Bar auf keinen Fall werden sollte? Gewöhnlich. So spezialisiert sich der »betrunkene Affe«, dessen Name sich an einen alten japanischen Kampffilm anlehnt, ausschließlich auf hochwertiges Craftbeer. Dabei sind Gerstensäfte aus allen Herren Ländern vertreten. Neben Deutschland werden die Biere auch aus den USA, England, Dänemark oder Estland importiert. Ebenso zu finden ist die neueste Augsburger Errungenschaft »Frau Gruber«, welches von Matthias Gruber und Enzo Frauenschuh vom Online-Versand »Liquid Hops« gebraut wird. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: Vom Bavarian Pale Ale »Green is Lord« mit einer eher hopfigen Note, über das fruchtig-hopfige »Yeast is King«, bis hin zum »Nectar of gods« mit einem bitter-süßlichen Geschmack.

Was die Biere auf jeden Fall haben? Einen ungewöhnlich hohen Alkoholanteil, der bis zu 18 Prozent reichen kann. Und doch: Der meist fruchtig-herbe Geschmack der Craftbiere eignet sich für jede*n der mal Lust auf etwas anderes als Augustiner hat.

 

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