Ein Dorf in der Stadt

Roswitha Kugelmann will ein Ökodorf in Augsburg bauen! Die Frage ist nur: wo?

Die Idee zum Projekt ist schon einige Jahre alt. In der Werbebroschüre einer Bausparkasse las Roswitha Kugelmann von einem Ehepaar, das seine Wohnung in ein Gewächshaus hineingebaut hatte. Warum so etwas nicht größer aufziehen, schoss ihr durch den Kopf, und darum herum eine Gemeinschaft aufbauen? Seit vier Jahren treibt sie die Idee um: in Augsburg ein Ökodorf zu bauen. »Es gibt schon einige solcher Projekte in Deutschland, die auch sehr gut funktionieren, wie das Ökodorf Sieben Linden in Beetzendorf einige Kilometer außerhalb von Wolfsburg, das seit 1997 existiert. Innerhalb einer Stadt hat jedoch noch keines seinen Platz. Dort macht eine Umsetzung aber weit mehr Sinn, da weite Fahrtwege gespart werden und die Erreichbarkeit für jedermann gegeben ist.«

Wohnen sollen dort Menschen, die in einer nachhaltigen, offenen Gesellschaft leben wollen. Herkunft, Alter, Familienstand und Religion der Bewohner*innen spielen bei der Besiedlung keine Rolle. »Ziel des Dorfes ist es, autark, nachhaltig und umweltschonend zu leben. So versorgt sich die Gemeinschaft weitgehend mit selbst angebauten Lebensmitteln. Strohballengedämmte Häuser ermöglichen ein Leben ohne Heizung. Die Liste der geplanten Maßnahmen ist lang.

Es gibt sogar schon ein Modell, wie dieses Dorf aufgebaut und die Häuser angeordnet sein könnten. Auch das Sozialkaufhaus, freie Werkstätten, eine Kleintierfarm, medizinische Versorgung und vieles mehr würden hier Platz finden. Roswitha Kugelmann und ihre Mitstreiter*innen sind bis ins Detail vorbereitet. Doch wo bleibt das Ökodorf?