Die Kunst zu Essen: Ofenhaus

Im April startete die Gastronomie im Gaswerk mit Restaurant & Bar.

Zum Anfang des Jahres nahm die neue Brechtbühne im Ofenhaus ihre Arbeit auf und die Besucher*innen waren vom Ambiente des Hauses begeistert. Kurze Zeit später zogen die ersten Künstler*innen in die Ateliers und Werkstätten des angegliederten Neubaus. Nun startete die Gastronomie dieses spektakulären Kulturortes. Ein Erfolg des Hauses ist wegweisend für die gesamte weitere Entwicklung des Gaswerks zum Kreativort.

Der Erfolg des Ofenhauses als attraktiver Kulturort mit Zugang für einen möglichst breiten Teil der Bevölkerung wird zum großen Teil vom Konzept und der Umsetzung der Gastronomie abhängen. Anfang April feierte sie ihre Eröffnung. Mit Tobias Emminger konnte die swa einen Wirt für das Projekt gewinnen, der seine ersten Erfahrungen in dem Gewerbe in der alternativen Szenegastronomie sammelte, bevor er zum erfolgreichen Event-Caterer avancierte. In der Verbindung dieser beiden Erfahrungswelten könnte der Schlüssel zum Gelingen seiner Ofenhaus-Gastronomie liegen.

Den äußeren Rahmen steckt die Innenarchitektin Barbara Kolb mit ihrer ebenso fantastischen wie funktionalen Ausstattung der Gasträume. Sie bedient den Charme der gegebenen Industriekultur nicht gefällig, sondern zitiert sie bewusst und konterkariert sie zuweilen gekonnt. Es gibt eine herrlich lange Bar, einen bequemen Ruhebereich mit Clubsesseln und einen wie durch die Abteile eines Reisezuges älterer Bauart gegliederten Speisebereich. Eine schönere und behaglichere Theatergastronomie gab es in dieser Stadt noch nie. Doch das Ofenhaus will mehr werden als Theaterkantine oder An- und Ablaufplatz für die Gäste einer Vorstellung: eine zentrale Anlaufstelle für Ofenhaus, Gaswerkgelände, die benachbarten Areale und im Endeffekt für alle aus dieser Kulturregion, die wach genug sind, Neues zu testen und schätzen zu lernen.

Die Inneneinrichtung basiert auf modularen Systemen. So kann aus den rund 125 Sitzplätzen ein Festsaal für 300 oder mehr Gäste gezaubert werden. Die Terrasse verspricht 140 Plätze und könnte sich zu einem echten Zentrum für das gesamte Viertel entwickeln. Den Betrieb abseits der Theatertermine startet Tobias Emminger mit seinem Team im Frühjahr. Ab April hat das Ofenhaus mittags von Montag bis Freitag geöffnet, von Freitag bis Sonntag auch am Abend. Auch größere Gesellschaften und Events sind dann willkommen. Als Küchenchef wird Filip Knezovic im Ofenhaus Verantwortung übernehmen. Sein Spektrum zwischen mediterraner und alpenländischer Küche hat er sich im Il Gabbiano grunderworben und in der Berghütte verfeinert.

www.ofenhaus-augsburg.com

Foto: Thomas Hosemann