Nahrungskette: Glutenfreie Pasta e basta

Eine Kolumne von Gudrun Glock

Wer sich glutenfrei ernähren möchte oder muss, wird feststellen, dass es mittlerweile enorm viele Nudelvarianten ohne Weizen oder andere glutenreiche Getreide gibt. Neugierig geworden? Ich auch. Deshalb habe ich mich auf den Weg gemacht und meiner Familie einige Tage mit den ungewöhnlichsten Nudelvarianten aufgewartet.

Pasta, italienisch für Teigware, besteht normalerweise aus Hartweizen, Salz und Wasser. Ihre glutenfreien Alternativen werden zum Beispiel aus Buchweizen, Reis, Mais oder Hülsenfrüchten gemacht. Verglichen mit der klassischen Variante weisen sie einen ungleich höheren Nährstoffgehalt aus und sind oft sehr reich an Eiweiß, was dann auch gleich dem Vegetarier und dem vegan lebenden Menschen zugutekommt.

Erwartet man allerdings den typisch gewohnten Nudelgeschmack, wird man zumindest etwas überrascht sein. Solche Nudeln haben immer eine leichte Eigennote und sind wesentlich geschmacksintensiver als ihre weißen Schwestern. Maisnudeln waren einer der Vorreiter im Sektor »glutenfreie Pasta«. Sie haben wenig Eigengeschmack und wenn man den Garpunkt verpasst, lösen sie sich in Wohlgefallen auf. Nicht mein Geschmack!

Ganz anders die Kichererbsenspirelli. Schon beim Kochen stieg mir ein angenehm pikanter Duft in die Nase. Sie sahen äußerst appetitlich aus, und als ich sie sanft in einem Schuss hochwertigem Olivenöl anbriet und leicht mit dem Kräutersalz dieser Saison bestäubte, hatten mich Geschmack und Konsistenz restlos überzeugt.

Penne aus Bio-Naturreis – eher schwach. Wer heikle Kindermäuler glutenfrei versorgen möchte, probiere es lieber mit konventionellen Bandnudeln aus Reis. Kocht man sie in Salzwasser mit einer Prise Kurkuma, sehen sie aus wie Eiernudeln und schmecken auch superlecker! Die Grüne-Erbsen-Drelli fanden wir alle so lala – Geschmack: okay, Konsistenz: na ja. Superspannend, dachten wir bei Rote-Bete-Buchweizennudeln mit Leinsamen im Teig. War dann aber eine echte Enttäuschung!

Fusilli aus Bio-Buchweizen-Vollkornmehl – das klingt für mich ganz schauderhaft nach pappigem, spaßfreiem Genuss. Umso erstaunter war ich dann, als die fast schwarzen Nudeln auf dem Teller lagen. Das Auge isst ja bekanntlich mit, weshalb es grünen Brokkoli in einer gelben Kokos-Curry-Soße dazu gab. Hier waren wir uns absolut einig – jederzeit wieder!

Für Gudrun Glock ist Ernährung das zentrale Thema ihrer Arbeit. In ihrem Buch »Sanft heilen mit Ayurveda« erklärt sie, warum Essen für sie kein bloßer Kampf gegen den Hunger ist, sondern die Quelle von Vitalität, Freude und Ausstrahlung. Als Ernährungscoach vermittelt sie die Vielfarbigkeit des Kochens in Einzelsitzungen und Kochkursen, veranstaltet Fastenwochen und Ayurveda-Yoga-Wochenenden im Allgäu.

www.ayurveda-augsburg.de