Schnell aufgegabelt: Seoul Kitchen

Bibimbap nennt man in Korea ein Gericht, das in einer mittelgroßen Schale serviert wird. Um eine mittig platzierte Portion Reis sind Gemüse, Blattsalate nach Saison und Fleisch oder Fisch nach Gusto angerichtet.

Die Krönung ist ein knusprig gebratenes Spiegelei, das sich wie eine verheißungsvolle Wolke über das Ganze legt. Nachdem sich das Auge an dem Arrangement erfreut hat – schade, dass bei »Schnell aufgegabelt« keine Fotos vorgesehen sind –, werden die Zutaten vor dem Verzehr dieses koreanischen Nationalgerichts gemischt.

Bibimbap heißt auf Deutsch sinngemäß mischen, wie mir die Chefin der Seoul Kitchen in der Prinzstraße erklärt. Die freundliche Dame weiß, wovon sie spricht. Seit etwa zwei Jahren bietet sie im Textilviertel koreanische Küche und besetzt damit eine Freistelle im multikulturellen Speiseplan unserer Region.

Koreanisches Essen sieht hübsch und bekömmlich aus. Die Geschmäcker sind uns vertraut, ohne sie jedoch in diesen Kombinationen wirklich zu kennen. Das Essen ist teilweise deftig, aber nicht schwer. Die Würze kann rasant sein, aber eben auch den Gaumen nur leicht kitzeln. Die Spannbreite reicht von vegetarischen Suppen bis zum Schweinebauch-BBQ und vom gefüllten Pfannkuchen bis zu Kimchi, mariniertem Kohl, der sowohl kalt als auch warm Verwendung findet.

Für die Qualität im Seoul Kitchen spricht die hohe Dichte an »Native Eatern«, die, hier lebend, das Lokal zum kulinarischen Zentrum abseits der Heimat erklärt haben und eifrig Mundpropaganda dafür machen. Fragen Sie also auch einfach Ihre koreanischen Freunde, was sie vom Seoul Kitchen halten – und wenn Sie noch keine haben, dann finden Sie sie vielleicht hier.

Seoul Kitchen
Prinzstraße 11, 86153 Augsburg

www.seoul-kitchen.de