Kaffee Augustin

86 Jahre Kaffeekultur in Augsburg. Eine feste Größe

Als wir für die Frühjahrsausgabe von »Prost Mahlzeit!« in der a3regional-Redaktion über Spitzenkaffee in Augsburg fachsimpelten, fiel nach nur kurzer Zeit der Name Augustin. Wer auch sonst kommt einem in den Sinn, wenn es um erlesene Kaffee- und Teesorten geht, ist das Augustin doch seit nun mehr als 80 Jahren die Adresse in der Fuggerstadt.Das vierköpfige Team um Inhaber Manfred Augustin, der das Geschäft in der zweiten Generation leitet, ist eine feste Größe im Augsburger Einzelhandel. Als Kaffeefachhandel führt das Augustin ausschließlich erlesenste Bohnen aus der ganzen Welt, die in einem langsamen, schonenden Röstverfahren ihre vollmundigen Aromen entfalten. Schon in den 1930er-Jahren duftete es aus dem Augustin nach frischem Kaffee, damals noch in der Karolinenstraße. Manfred Augustin übernahm
das Geschäft 1981. Wir haben mit ihm auf die Firmengeschichte des Traditionsbetriebs zurückgeblickt.

 

1981 sind wir in den Laden hier in die Maxpassage gezogen. Der war schon seit den Fünfziger-, Sechzigerjahren eine Zweigstelle der Filiale in der Karolinenstraße. Aber nur der kleine Bereich hier, wo wir unsere Ware verkaufen – der Teil drüben, in dem sich jetzt der Ausschank befindet, noch nicht. Da war damals noch ein Strumpfladen drin. Das Stehcafé haben wir seit den Neunzigerjahren mit dabei. Als der Strumpfladen raus ist, haben wir da durchgebrochen und vergrößert. Zuvor hatten wir hier im Laden einen kleinen Ausschank mit nur zwei kleinen Tischen. Jetzt haben wir viel mehr Platz, sonst könnten wir das auch gar nicht machen mit dem Ausschenken. Im Stehcafé bieten wir verschiedene Kaffee- und Teespezialitäten an, die können Sie entweder hier drinnen oder draußen in der überdachten Passage zu sich nehmen. Kleine Leckereien, wie feines Gebäck, gibt es natürlich auch.

 

Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2003, noch bevor hier alles umgebaut wurde. Der große Umbau der Maxpassage war 2009, da waren wir dann für ein halbes Jahr in der Zeuggasse untergebracht, gegenüber vom Hinterausgang des heutigen Schuh Schmid. Das war von Februar bis Oktober. In dieser Zeit wurde in der Passage alles neu gemacht, da mussten alle Läden raus. Nach dem Umbau sind wir dann natürlich wieder hier eingezogen und seitdem sieht alles so aus, wie es jetzt ist.

 

Natürlich sehen diese Behälter sehr schön aus, das ist aber nicht der vorrangige Grund, warum sie hier im Laden stehen. Das sind richtige Kaffeevasen aus Porzellan, die im Bayerischen Wald angefertigt wurden. Wir verwenden sie schon seit 50 oder 60 Jahren, um das Aroma der Bohnen bestmöglich zu bewahren.

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